Hohe-Zinsen.net

Hohe-Zinsen.net

Festgeld- und Tagesgeldkonten in der Übersicht

Hohe-Zinsen.net RSS Feed
 
 
 
 

CFDs

Am Finanzmarkt gibt es viele Produkte, die man bereits seit Jahren und Jahrzehnten kennt. Es gibt allerdings auch stets neuartige Finanzprodukte, die mit speziellen Eigenschaften aufwarten.
Zu diesen neuen Produkten am Finanzmarkt, die in immer stärkerem Ausmaße auch dem Privatanleger zugänglich werden, zählen unter anderem die so genannten CFDs. Diese Abkürzung steht für Contract For Difference, zu deutsch also Differenzkontrakt. Bei diesem Produkt handelt es sich um eine relativ spekulative Art der Geldanlage, da unter anderem mit Hebeln gearbeitet wird, was im Folgenden noch näher erläutert wird.

Grundsätzlich kann man die CFDs wohl am besten mit Optionsscheinen vergleichen, denn auch die CFDs haben als eines der Hauptmerkmale, dass sie zum einen einen bestimmten Basiswert als Grundlage besitzen, und zum anderen über einen bereits angesprochenen Hebel verfügen. Als mögliche Basiswerte kommen zum Beispiel Aktien, Indizes oder auch verschiedene Rohstoffe wie Gold, Silber oder Rohöl in Frage. In der Regel ist der Contract For Difference so ausgestattet, dass er vom Wert her den Basiswert im Verhältnis 1:1 widerspiegelt. Angenommen, man möchte in einen CFD investieren, der den Deutschen Aktienindex als Grundlage hat, dann würde das Derivat, worunter die CFDs fallen, bei einem Punktestand des DAX von beispielsweise 4.500 Punkten einen Preis von 4.500 Euro haben. Da aber kaum ein Anleger bereit wäre, diesen recht hohen Anlagebetrag zu investieren, kommt nun der bereits angesprochene Hebel „ins Spiel“.

Beim CFD-Handel ist es so, dass der Anleger nur einen kleinen Teil des Gesamtkapitals zum Investment in CFDs selber zur Verfügung haben muss. Der überwiegende Teil wird dem Anleger vom Broker (Händler) in Form des Hebels zur Verfügung gestellt. Möchte der Kunde also beispielsweise zwei DAX-CFDs erwerben, hätten diese einen Preis von z.B. insgesamt 9.000 Euro. Da der Broker dem Kunden aber einen Hebel von 100:1 zur Verfügung stellt, muss der Anleger nur 90 Euro als so genannte Sicherheitsleistung (Margin) selber investieren. Steigt der Wert des DAX z.B. um fünf Prozent, kommt die Hebelwirkung zum Tragen, denn diese Rendite von fünf Prozent wird auf die Gesamtsumme von 9.000 Euro gerechnet, also 450 Euro. Der Kunde hat also mit einem Einsatz von 90 Euro einen Betrag von 450 Euro erzielt, was einer Rendite von 500 Prozent entspricht. Die mögliche Rendite bei der Anlage in CFDs ist also extrem hoch, allerdings muss man natürlich auch erwähnen, dass der gesamte Einsatz auch genauso schnell verloren sein kann, wenn die Kurse bzw. Preise der Basiswerte sich entgegen der angenommenen Richtung entwickeln.


Beliebte Arikel